Verkaufserfolg und Persönlichkeit

Verkaufserfolg

Warum sind manche Berater und Verkäufer 
deutlich erfolgreicher als andere? 

Es wird über Untersuchungen berichtet, 
die zunächst in Unternehmen in den USA, 
dann auch in Europa durchgeführt wurden, 
um Antworten auf diese Frage zu finden. 

Die Ergebnisse widerlegen Vorurteile 
und Klischees vom „idealen Verkäufer“, 
die in der Literatur und in Seminaren
noch häufig anzutreffen sind. 
Sie zeigen, dass der Verkaufserfolg 
nicht allein von der Persönlichkeit 
oder allein von der Methode abhängt, 
sondern weitgehend von der „Stimmigkeit“ 
zwischen der Persönlichkeits-Struktur 
und den angewandten Verkaufstechniken.

Die Ergebnisse sollten Anlass sein, 
anstelle allgemeiner „Verkaufsrezepte“ 
die Individualität des Verkäufers 
mehr in den Vordergrund zu stellen 
und ihm jede mögliche Hilfe zu geben, 
dass er sein persönliches Potenzial 
optimal ausschöpfen kann.

Die Persönlichkeits-Struktur

Um das eigene Potenzial auszuschöpfen, 
muss man es aber zunächst genau kennen. 
Man muss falsche Leitbilder abbauen, 
muss den wahren Kern des eigenen Wesens, 
die individuelle Persönlichkeits-Struktur 
mit ihren Möglichkeiten und Grenzen, 
systematisch erforschen und kennenlernen, 
um darauf die eigene Entwicklung aufzubauen. 

Solche Selbstkenntnis braucht Hilfe. 
Neue Ergebnisse aus der Hirnforschung 
bieten Möglichkeiten zur Selbst-Analyse
und gestatten das deutliche Erkennen
der individuellen Persönlichkeits-Struktur.

Das „Drei-einige Gehirn“ 

Die Dreiteilung des menschlichen Gehirns, 
hat der amerikanische Hirnforscher 
Prof. Dr. med. Paul D. MacLean 
in seinem Konzept vom „Drei-einigen Gehirn“ 
erforscht und eingehend beschrieben.

MacLean sagt über seine Entdeckung: 
„Bei der Entwicklung des Nervensystems 
entstanden drei Prototypen von Gehirnen, 
die trotz der Unterschiede in ihrem Aufbau, 
in ihren Funktionen und in ihren Aufgaben 
drei-einig zusammenwirken müssen.“ 

Unterschiede in der Rolle der Hirn-Bereiche 
bei diesem „drei-einigen“ Zusammenwirken
liefern den Schlüssel zur Persönlichkeit. 

Das persönliche „AnthroProfil®“ 

Die „Rangfolge“ der drei Hirn-Bereiche, 
ist individuell sehr unterschiedlich. 
Sie lässt sich durch Messungen ermitteln 
oder mit erprobten Fragen-Batterien 
aus typischen Verhaltensweisen schließen. 
Das Ergebnis lässt sich im „AnthroProfil®“, 
einem farbigen Reulaux-Dreieck, darstellen. 

Den Teilnehmern wird Gelegenheit geboten, 
zumindest die deutlichsten Grundtendenzen 
ihres AnthroProfils® kennenzulernen. 

Die drei möglichen Ursachen des Erfolges 

Je nach der Dominanz eines Hirn-Bereichs 
gibt es verschiedene Ursachen des Erfolges: 

Der eine erzielt seine Erfolge dadurch, 
dass er, auch ohne bewusstes eigenes Zutun, 
auf andere sympathisch wirkt. 

Ein anderer erzielt seine Erfolge dadurch, 
dass er durch sein dynamisches Engagement 
andere mitzureißen versteht. 

Wieder ein anderer erzielt seine Erfolge, 
weil er seine Argumente so logisch aufbaut, 
dass er andere dadurch überzeugt.

Der „ideale Verkäufer“ 

Diese drei Möglichkeiten des Erfolges 
sind Ausdruck verschiedener Persönlichkeiten. 
Es ist im höchsten Grad unwahrscheinlich, 
dass jemand alle drei Erfolgsmöglichkeiten 
in völlig gleichem Maße zur Verfügung hat –
und wenn, dann eben nur im Mittelmaß. 

Insofern zeigt das AnthroProfil®-Dreieck
die Möglichkeiten und zugleich die Grenzen, 
die in der Persönlichkeits-Struktur liegen. 
Persönlichkeit ist eben kein Puzzle-Spiel, 
das man nach Wunsch zusammensetzen kann:
Manche Eigenarten bedingen sich gegenseitig, 
andere schließen sich gegenseitig aus. 
Eine besondere Stärke kann nur entstehen, 
wenn dafür andere Komponenten schwächer sind. 

Diese Summen-Konstanz des AnthroProfils®
entlarvt Wunschbilder vom „idealen Verkäufer“, 
der stets „kontaktfreudig und allseits beliebt“, 
andererseits „Meister in der Argumentation“, 
und dabei „dynamisch und mitreißend“ sein soll, 
als anthropologische Abnormitäten. 

Individualität und Persönlichkeit 

Jeder hat besondere Stärken und Schwächen, 
die in den Phasen des Verkaufs-Gesprächs 
unterschiedlich wirksam werden können. 
Es ist für den Verkäufer entscheidend, 
dass er seine Stärken erkennt und einsetzt
und die Schwächen kennt und kompensiert. 
Dabei aber immer ganz er selbst bleibt.

Die Wünsche und Erwartungen der Kunden 
werden deutlich immer individueller. 
Kunden erwarten auch immer mehr 
individuelle Ansprache und Behandlung.
Einheitlich gedrillte „Verkaufs-Techniker“
werden eine immer geringere Chance haben.
Im härteren Wettbewerb unserer heutigen Zeit
– speziell auch im Internet –
wird etwas anderes mehr gefragt sein:
Individuelle Berater-/Verkäufer-Persönlichkeiten,
die natürlich ihr Fachgebiet beherrschen,
die aber darüber hinaus etwas einsetzen,
das die stärkste Wirkungsmöglichkeit bringt:
Das ganze Potenzial ihrer Persönlichkeit.

Digitale Medien bieten zusätzliche Chancen

Über Social Media entstand auch 
eine neue Erwartungshaltung an die Kommunikation.
Soziale Interaktionen in sozialen Medien
gewinnen zunehmend an Bedeutung
und wandeln mediale Monologe.
Als Kommunikationsmittel im Austausch von Sender-Empfänger, 
werden Text, Bild, Audio oder Video verwendet.

Das Erstellen, Bearbeiten und Verteilen von Inhalten,
unterstützt von interaktiven Anwendungen,
bis hin zum Ansehen, Lesen und Verstehen,
wird auch von dem Begriff „Web 2.0“ betont.

Wer das System des „Drei-Gehirne-Modells“ beherrscht,
wird sich durch die „Definition“ seiner individuellen Persönlichkeit
auch in diesem Markt besser etablieren können.

 Vom „gewusst wie“ – zur Tat:

Das Institut für angewandte Anthropologie
bietet dazu Seminare und ein effizientes Fernkolleg an.
Beides verhilft Ihnen zu mehr Selbst- und Menschenkenntnis –
bei höchst-wirksamer und stimmiger Kommunikation.

Siehe www.anthroprofil.de

Google Seite 1. Was kommunizieren Sie, nachdem Sie es bei Google geschafft haben?

Google Seite 1
Was kommunizieren Sie,
nachdem Sie es bei Google geschafft haben?

Als es noch kein Internet gab
und Google noch nicht „geboren“ war,
holte man sich Wissen ausschließlich aus Büchern
bzw. durch Austausch mit anderen Menschen.

Dr. Eric Berne (1910-1970), weltbekannter Bestsellerautor,
enthüllte in einem seiner Werke
„Was sagen Sie, nachdem Sie »Guten Tag« gesagt haben?“
anhand von Beispielen aus dem Alltag
typische Verhaltensmuster des psychologischen Rollenspiels
und macht so jedermanns Strategie und Taktik durchschaubar.
Der berühmte Psychiater wandte sich mit seiner „Transaktionsanalyse“
nicht nur an Psychotherapeuten, an Unternehmer, Manager
und alle die, die nach seiner Methode schulten und geschult wurden,
sondern auch an den interessierten Laien,
dem mit diesem faszinierenden Buch
zu neuen Einsichten verholfen werden sollte.

Heute, mehr als 50 Jahre später,
hatten sich die Kommunikationsformen gewaltig geändert.
Vieles hat zwar noch seine Gültigkeit,
jedoch ist die Medienvielfalt stakt angewachsen.
Sender und Empfänger tauschen sich in hoher Geschwindigkeit und Menge
über die unterschiedlichsten Kommunikationskanäle miteinander aus.

Die Musik-Gruppe „THE POLICE“ drückte sich dazu in ihrem LP-Album:
mit dem Titel „GHOST IN THE MACHINE“ so aus:
„Too much information running through my brain
Too much information driving me insane . . .”

Vielleicht verstehen Sie, was in so manchem Medien-Nutzer vor sich geht,
wenn er aushalten muss, bzw. was in ihm vorgeht,
wenn er alle die „Informationen“ über Social Media wie twitter, Facebook,
XING, LinkedIn und seine Email Accounts abgerufen hat.
Es sind die vielen „Antworten auf nicht gestellt Fragen.“
Und es hört nicht auf. Immer wieder ein Bombardement von Angeboten,
Versprechen und kostenlosen Downloads . . .
„Zu viele Informationen machen mich verrückt, treiben mich in den Wahnsinn!“

Sicher verstehen Sie auch jetzt die Frage im Titel dieses Blogs.
Es ist nicht ganz gleichgültig, wie Sie mit dieser Frage umgehen:
„Was sagen Sie, nachdem Sie »Guten Tag« gesagt haben?“

Diese Frage, scheinbar so stümperhaft, banal und frei von profunder Tiefe,
wie man sie eigentlich bei einer wissenschaftlich fundierten Arbeit erwartet,
enthält in Wirklichkeit alle Grundfragen des menschlichen Lebens
und alle fundamentalen Probleme der Sozialwissenschaften,
(der Anthropologie, der Kommunikations- und Medienwissenschaften).
Es handelt sich um die Frage, die Babys sich selbst stellen;
auf die Kinder lernen, unehrliche Antworten zu akzeptieren;
die Teenager sich gegenseitig und auch denen stellen, die sie um Rat bitten;
der Erwachsene ausweichen, indem sie unehrliche Antworten
ranghöherer Gesprächspartner ohne weiteres akzeptieren,
und über die schließlich weise Philosophen dicke Bücher schreiben,
ohne doch jemals eine Antwort auf diese Frage zu finden.
Sie enthält nicht nur die Urfrage der Sozialpsychologie
„Warum reden die Menschen miteinander?“,
sondern zugleich auch die Urfrage der Sozialpsychiatrie
„Warum wollen die Menschen so gern, dass andere sie gern mögen?“

Es ist durchaus nicht verwunderlich, dass nur wenige Menschen
Im Laufe ihres Lebens die richtige Antwort darauf finden,
denn die meisten von ihnen gehen durch das Leben,
ohne jeweils eine Antwort auf die Frage zu finden,
die der hier gestellten Frage vorausgeht, nämlich:
„Wie sagt man »Guten Tag«.“

Auf die rechte Art guten Tag sagen, bedeutet,
den anderen Menschen auch wirklich wahrnehmen
und ihn als ein ganz bestimmtes Phänomen
in sein Bewusstsein einrücken lassen,
ihm ein „Ereignis“ werden und die Bereitschaft aufbringen,
auch ihn für sich selbst ein „Ereignis“ werden zu lassen.

Dazu gehört in unserem Falle, dem anderen ganz ehrlich zu sagen:
• Wer DU SELBST bist?
Zu erfahren:
• Wer ist ER?
• Was hat ER für Interessen?
• Was hast DU > IHM zu bieten?
Haben Sie darauf die Antworten,
kann qualitative und zielgerichtete Kommunikation starten.

Ein neuer, vorwiegend naturwissenschaftlicher Denkansatz
zur Beschreibung von Marken, Produkten und Dienstleistungen,
Unternehmen und Zielpersonen ist hervorragend dazu geeignet,
bisher unbekannte Dimensionen der Wechselbeziehungen
zwischen Marktgeschehen und Kommunikation zu klären.

Der Autor, Rudolf Vogl, beratender Anthropologe und Marketingberater,
geht bei seiner Arbeit von folgenden Thesen aus:

• Das Bild von Marken, Produkten/Dienstleistungen und Unternehmen
entsteht in den Köpfen von Menschen.
Entscheidend sind daher nicht die Signale, die von diesen Marken,
Produkten/Dienstleistungen und Unternehmen ausgehen,
sondern das, was mit diesen Signalen im Gehirn der Empfänger geschieht.

• Das Gehirn ist nicht als Einheit zu sehen,
sondern es müssen vielmehr
drei Primärbereiche unterschieden werden:

  • Der instinktive Bereich des Stammhirns
  • Der emotionale Bereich des Zwischenhirns
  • Der rationale Bereich des Großhirns

• Unterschiedliche Signale
sprechen unterschiedliche Gehirnbereiche an.

• Unterschiedliche Menschen zeigen
eine unterschiedliche Reaktionsbereitschaft
der drei Hirnbereiche.

• Das Bild einer Marke, eines Produktes/einer Dienstleistung,
einer Web-Seite oder eines Unternehmens ist dann optimal,
wenn die Ansprachestruktur der von ihnen ausgesandten Signale
mit der Reaktionsstruktur der Zielpersonen übereinstimmt.

• Sowohl die Ansprachestruktur von Signalen
als auch die Reaktionsstruktur von Individuen oder Zielgruppen
lässt sich mit der anthropologisch-biologischen Strukturanalyse
im AnthroProfil® anschaulich darstellen.

40 Jahre Forschungsarbeit haben zahlreiche Daten
über menschliches Verhalten und Wahrnehmungen erbracht
und praktische Erfahrungen in der Umsetzung geliefert.
Aus diesen Daten wurde ein neues Bild des Menschen
In seinen biologischen Rahmenbedingungen gewonnen.

In zwei neuen Büchern werden dem Praktiker
diese Erkenntnisse nun zugänglich gemacht:

• Das AnthroProfil® –
Die Basis der anthropologischen Strukturanalyse
erkenntnis-schlüssel für die anwendung
anthropologischer wissenschaften –
ein integrierbares marketing-system

• AnthroProfil®
Empfänger-orientierte Medien-Analyse
erkenntnis-schlüssel sowie analyse-werkzeug
für praktiker und entwickler –
zur vermeidung von benutzer-irritationen

Über ein vom Institut für angewandte Anthropologie
geschaffenes Experten-System, haben Berater, Designer und Trainer –
nach einer sorgsamen Einweisung und dem Erwerb
einer Berater- und Trainer-Lizenz – die Möglichkeit,
das neue Wissen in die Tat umzusetzen.

Informationen und Einladung zur Partnerschaft
erhalten Sie per mail:
info@anthroprofil.de; Stichwort „Experten-System“

© 2019, Rudolf Vogl; Institut für angewandte Anthropologie

Innovationen in unserer vernetzten Welt

I

AußenseiterInnen erzwingen den  Innovations-Erfolg

Ihre Ideen wandelten das Gesicht der Zeit.

„Der gelernte Erfinder“, die gelernte Erfinderin“ ist ein Wesen, das es nicht gibt. 

Von nichts als einer Idee ausgehend – die für die Umwelt
oft bestürzend neuartig oder undurchführbar erschien –
haben Frauen und Männer Taten und Werke vollbracht,
die einschneidende Änderungen im Leben der Menschheit hervorriefen.
Waren es Fachleute, Studierte, Hochgebildete?
Nur selten boten Vorbildung und „gelerntes“ Wissen die Voraussetzungen zum Gelingen.
Oft waren es Außenseiter, die gute Einfälle hatten und sie zäh und beharrlich verfolgten. 

Der Erfinder des Telefons, Graham Bell, war Taubstummenlehrer.
Der Schreiner Peter Mitterhofer erfand 1864 in Meran die Schreibmaschine,
dem Malergesellen Fred John Walton verdankt man das Linoleum,
und die erste metallene Schreibfeder erdachte der Schullehrer Bürger.
Samuel Morse, der den ersten Telegraphen konstruierte, war Kunstmaler,
und auf den Gedanken, einen Eisenbahnwagen zu bauen,
in dem man auch schlafen konnte,
war ein Kolonialwarenhändler namens George Mortimer Pullman.
Draisine nannte man die erste Fortbewegungsmaschine
zu Ehren ihres Erbauers Karl Friedrich Drais, der Forstmeister war.
Amerikas großer Staatsmann, Gelehrter und Schriftsteller Benjamin Franklin
erfand eine Reihe von Dingen – das wichtigste blieb der Blitzableiter.
Der Schreiner Harther baute 1792 die erste Wäschemangel. 

Ausgerechnet ein Uhrmacher gründete ein neuartiges Warenversandhaus,
das sich schnell entwickelte. Roebuck fand später einen Teilhaber –
heute hat sein Riesenunternehmen über 25 Millionen Kunden.
Die Spinnmaschine erfand ein Friseur, Richard Arkwright.
Der Blasinstrumentenbauer Georg Michael Pfaff
sah eines Tages seine Zukunft in der Nähmaschine,
und ein nicht vermögender Ulanenoffizier
wagte sich an den Bau des ersten lenkbaren Luftschiffs –
er hieß Zeppelin.

Ja, und wer glaubt, es wären nur Männer, die große Erfindungen vollbrachten,
der irrt sich gewaltig.

Viele Dinge, die uns heute das Leben erleichtern,
haben wir den Ideen genialer Frauen zu verdanken.

Der Scheibenwischer (1903).
Die Idee kam der Amerikanerin Mary Anderson,
als sie im Winter 1903 mit der Straßenbahn durch New York fuhr.
Immer wieder musste der Fahrer aussteigen,
um die Scheibe vom Schnee zu befreien – ein Problem,
das Anderson lösen wollte.
Sie konstruierte einen Gummiwischer,
den man an der Windschutzscheibe befestigen konnte.
Eine Spindel verband den Wischer mit einem Hebel im Fahrzeuginnern.
Drehte der Fahrer nun den Griff, bewegte sich der Wischer über die Scheibe
und säuberte sie von Schnee und Regen.
Zwar hatten sich schon vor Anderson Erfinder an mechanischen Scheibenwischern versucht,
doch die Konstruktion der Frau aus Alabama war die erste, die wirklich funktionierte.

Leichtgewichtige Brillengläser (1973)
Ein gutes Gespür bewiesen die Chefs der Jenaer Schott-Glaswerke,
als sie 1935 einen ihrer raren Ausbildungsplätze an Marga Faulstich vergaben.
Denn die 20-Jährige aus Weimar hatte großes Talent.
In nur wenigen Jahren stieg sie von der Assistentin zur Wissenschaftlerin auf.
Nachdem die Firma 1952 nach Mainz umgezogen war,
leitete sie die Forschungsabteilung für optische Gläser.
Damit war sie bei Schott-Glas die erste Frau in einer Führungsposition.
Insgesamt hat sie über 300 optische Gläser mitentwickelt,
doch ihre wichtigste Erfindung machte sie 1973, sechs Jahre vor ihrer Pensionierung:
Sie fertigte das leichtgewichtige Brillenglas „SF 64“ an,
welche besonders für Menschen mit hohen Dioptrien-Zahlen ein Segen waren.
Denn durch das neue Material wurden die Sehhilfen wesentlich leichter und filigraner.
Die Zeit der so genannten „Bullaugen-Brillen“ war vorbei.

Der Kaffeefilter (1908).
Hmm, Melitta, was wäre wohl aus der Kaffeekultur geworden,
hättest du nicht vor fast 100 Jahren einen genialen Geistesblitz gehabt?
Womöglich würden wir immer noch ein krümeliges Gebräu trinken.
Die Erfolgsgeschichte begann Anfang des 20. Jahrhunderts in Dresden. 
Melitta Bentz, Hausfrau und Kaffeeliebhaberin,
störte sich schon seit geraumer Zeit an dem bitteren Satz,
der beim Kaffeekochen in den Tassen zurückblieb.
Die Schulhefte ihrer Söhne brachten sie schließlich auf eine Idee:
Sie nahm eine Seite Löschpapier und faltete es so,
dass es genau in einen Messingtopf passte.
In diesen wiederum bohrte sie Löcher und stellte ihn auf eine Kaffeekanne.
Nun füllte sie Kaffeepulver in die Löschpapiertüte, goss heißes Wasser dazu –
und in die Kanne tropfte wunderbarer satzloser Kaffee!
Auch Melittas Mann Hugo war begeistert von dem Genuss –
und witterte zudem ein gutes Geschäft.
Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 1908 ein Unternehmen,
das bald international bekannt werden sollte u
nd bis heute den Namen der Erfinderin trägt.

Geschirrspülmaschine (1886).
Eigentlich hatte Josephine Cochrane, Frau eines wohlhabenden Politikers aus Illinois,
keinen Grund, sich Gedanken über das Geschirrspülen zu machen.
Dafür gab es schließlich Personal. Doch nach einer ihrer zahlreichen Dinnerpartys
ging beim Aufräumen soviel Porzellan zu Bruch, dass sie wütend beschloss,
den Abwasch selbst zu machen. Ihre Motivation hielt nicht lange an;
zu mühsam war die Arbeit, außerdem griff die Seife ihre zarten Hände an.
Cochrane dachte nach.
Warum ließ man nicht einfach eine Maschine das lästige Spülen erledigen?
Sie setzte sich an den Schreibtisch und entwarf einen Geschirrhalter aus Drahtbügeln,
der sich in einem großen Behälter befand.
Mit Hilfe einer Kurbel ließ sich das Drahtgestell drehen,
wobei gleichzeitig eine Wasserpumpe und ein Seifenspender betrieben wurden.
1886 ließ sie ihre Erfindung patentieren und präsentierte sie bald darauf auf der Weltausstellung.
Die Fachwelt war entzückt und verlieh ihr den Preis
für die „beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung“.
Gemeinsam mit einem befreundeten Ingenieur stellte Cochrane
die „Garis-Cochrane Dishwashing Machine“ bald serienmäßig her
und fand vor allem bei Restaurantbesitzern begeisterte Abnehmer.

„Frauen und Technik!“, höhnt der Chauvinist ganz gerne.
Wie falsch dieses Klischee ist, beweisen fünf Erfinderinnen,
denen wir bahnbrechende Innovationen verdanken.
Die IT-Welt ist von Männern dominiert, heißt es.
Es waren Personen wie Alan Turing, Tim Berners-Lee, Steve Jobs und Bill Gates,
die die digitale Revolution entfacht und denen wir viele
bahnbrechende technologische Erfindungen zu verdanken haben.
Doch auch der Anteil der Frauen in dem Zusammenhang ist keineswegs geringzuschätzen,
wie wir in den fünf folgenden Beispielen sehen. Technik ist nicht nur Männersache!

Ada Lovelace – Das erste Computerprogramm.
Ada Lovelace entwickelte den ersten Computer-Algorithmus.
Als der erste mechanische Computer – die „Analytical Engine“ –
im 19. Jahrhundert konzipiert wurde, benötigte der Entwickler Charles Babbage
ebenfalls ein darauf laufendes Computerprogramm.
Einen ersten schriftlichen Plan legte die Mathematikerin Ada Lovelace vor
und beschrieb darin, wie man Bernoulli-Zahlen mit der Maschine berechnen könnte.
Die „Analytical Engine“ hat es zwar nie aus der Konzeptionsphase geschafft,
der Algorithmus brachte Ada Lovelace aber den Status ein,
das erste Computerprogramm der Welt geschrieben zu haben.
Später wurde deshalb auch die Programmiersprache Ada nach ihr benannt.

Grace Hopper – Die Programmiersprache COBOL.
Grace Hopper entwickelte die Programmiersprache COBOL.
Die Abkürzung COBOL steht für „Common Business Oriented Language“
und ist eine Programmiersprache aus der Frühzeit der Computerentwicklungen.
Sie entstand Ende der 1950 Jahre und wird bis heute
vor allem in der betriebswirtschaftlichen Datenverarbeitung verwendet.
Wenn EDV-Programme beispielsweise in eine Benutzerschnittstelle,
einen Verarbeitungsteil und einen Datenhaltungsteil strukturiert werden,
liegt der Einsatzschwerpunkt von COBOL im Verarbeitungsteil.
Federführende Entwicklerin war Grace Hopper, eine US-amerikanische Informatikerin,
die zudem als Flottenadmiralin in der US-Navy diente.

Sophie Wilson entwarf den ARM-Mikroprozessor.
Der ARM 32-bit-RISC Prozessor wurde von Sophie Wilson
in Zusammenarbeit mit ihrem Partner Steve Furber entwickelt
und war 1985 aufgrund des geringen Energiebedarfs eine Sensation.
Die Erfindung ist zur Basis-Technologie von Mobilfunkgeräten geworden.
ARM-Prozessoren wurden von der Geburtsstunde
bis zum Jahr 2012 insgesamt 30 Milliarden Mal verkauft.
Fast 95 Prozent aller Smartphones haben einen ARM-Mikroprozessor verbaut.
Sophie Wilson ist zudem verantwortlich für den BBC Micro,
ein auf dem 6502-Prozessor basierender Heimcomputer der britischen Firma Acorn.

Im Rahmen unserer Recherchen zum Thema „Innovation“
stellten wir eine Verbindung zum „Triune-Brain-Konzept“
und dem AnthroProfil® her, mit der vorgegebenen Themenstellung und dem Titel.
So entstand ein Bühnen- und ein Video-Treatment:
„Innovationen in unserer vernetzten Welt“.

Wir sind dabei von drei Forderungen ausgegangen,
die an dieses Veranstaltungs-Projekt gestellt werden mussten:

1. Es muss ein neuer Gesichtspunkt im Mittelpunkt stehen,
der es gestattet, die Möglichkeiten und Probleme 
von Innovationen in unserer vernetzten Welt
klarer zu erkennen und besser zu verstehen.

2. Dieser Gesichtspunkt muss in Inhalt und Darstellungsform
den Unternehmen (naturwissenschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Orientierung,
mit Schwerpunkt Handel, Handwerk, Industrie, Marketing, Internet-Kommunikation, etc.) 
angemessen sein.

3 .Das Veranstaltungs-Projekt muss die Teilnehmer total ansprechen,
d.h. rational durch die neue Idee faszinieren
und zugleich emotional für die weiterführende Arbeit
im Rahmen dieser „Veranstaltung“ und darüber hinaus motivieren.

Wir fanden eine Lösung, die alle drei Bedingungen erfüllt:

Der neue Gesichtspunkt liegt in der Parallelsetzung
der äußeren Vernetzung unserer Welt
mit der Vernetzung unseres Nervensystems –
ein Gesichtspunkt, der in der Öffentlichkeit
noch wenig bekannt und diskutiert,
in der neuen Hirnforschung entwickelt und akzeptiert ist
(siehe z.B. die Arbeiten von Prof. Eccles, Australien,
Prof. Dr. med. Paul D. MacLean, USA, Prof. Luria, UdSSR).
Dieser Ansatz bietet faszinierende Möglichkeiten,
Geschehnisse unserer Zeit
durch ein plausibles naturwissenschaftliches Modell besser verstehen zu können 
und Motive und Grenzen menschlichen Handelns klarer zu erkennen.

Dieser Gesichtspunkt erfüllt auch die zweite Forderung,
denn er ist in seiner naturwissenschaftlichen Grundlage
und seinem Bezug zu elektronischen Kommunikationsnetzen
der Eigenart der Unternehmen und der Aufgaben unserer Zeit auf den Leib geschrieben.

Die Leitidee erfüllt auch die dritte Voraussetzung, da sie von ihrer Natur her
sich nicht in rationaler Wissenschaftsvermittlung erschöpfen kann,
sondern Tiefenbereiche des Menschen berühren und ansprechen muss.
Auch hier haben die – zum großen Teil nicht verbalen – Darstellungsformen
einen erheblichen Anteil.

Das als Leitthema gewählte Modell
der dreifachen Vernetzung des Gehirns macht eine Darstellungsform notwendig,
die neben den rationalen auch den emotionalen
und empfindungsmäßigen Bereichen des Menschen entspricht.

In die weiterführende Umsetzungs-Praxis wurde dieses Projekt
in das neue Partnerschafts-Modell des Instituts für angewandte Anthropologie 
durch ein – USP für Berater, Designer und Trainer – integriert.

Mit diesem AnthroProfil®-Expertensystem <Mensch und Markt>
verfügen die Berater, Designer und Trainer Zugriff zu einem Know-How,
das in vielen Jahren aufgebaut und entwickelt wurde.

Das AnthroProfil®-Expertensystem verbindet
neueste Wissenschaftlich-Anthropologische Forschung
mit langjährigen Erfahrungen in Markt-, Medien- und Werbe-Untersuchungen,
in der Beratung, der Gestaltung und im Training.

(Mehr darüber bei Rudolf Vogl, Institut für angewandte Anthropologie,36381 Schlüchtern.
(www.anthroprofil.de oder telefonisch 0171-6216607)