Zielgruppen im Internet finden und gezielt ansprechen

Von Rudolf Vogl

Bevor Sie sich auf den Weg begeben, Ihre Zielgruppe zu finden,
sollten Sie sich vorher Gedanken darüber machen:

1. Wer sind Sie selbst und was haben Sie zu bieten?
2. Was hat der Empfänger für einen Nutzen?
3. Wie und in welcher Form kommuniziert er –
    also welche „Sprache“ versteht er?

Es ist Ihre Persönlichkeit, die darüber entscheidet,
wer Sie sind, wie es Ihre Art ist, 
glaubwürdig und „stimmig“ zu kommunizieren.

Jeder Mensch, jedes Unternehmen hat seine eigene Identity.
Diese entscheidet über die vielen Signale,
die Ihre Persönlichkeit im Verhalten zeigt, ausstrahlt.
Wie Sie Ihr Unternehmen „aufgestellt“ haben
– durch Name und Logo
– durch die Haus-Farben
– durch Dienstleistungen und Produkte
– durch Werbung und Information.

Bei der Bestimmung der „Identity“ hilft die AnthroProfil®-Analyse
(siehe dazu: www.anthroprofil.de).
Sie kann die Einzel-Elemente des „Image“
einzeln untersuchen und sie in einer „Stimmigkeits-Analyse“
auf ihre „Identity“ hin überprüfen.
Das daraus ermittelte Ergebnis, zeigt anschaulich den Grad der „Identity“
und weist deutlich alle Bereiche aus, in denen Signal-Diskrepanzen bestehen.

Das Ziel ist eine hohe Übereinstimmung
in den einzelnen Signal-Elementen herzustellen
um damit ein eindrucksvolles 
und klar profiliertes Unternehmensbild
mit ausgeprägter „Corporate Identity“ zu schaffen.

Jede Zielgruppe hat ihre eigene Struktur

Die Bereitschaft von Menschen,
bestimmte Signale zu empfangen,
ist individuell verschieden.

Jede Art von „Markt“, ob für Produkte, Dienstleistungen
und für Wertpapiere oder Immobilien,
hat immer zwei Aspekte:
einen sachlich-objektiven
und einen menschlich-subjektiven.

Zu den objektiven Daten eines Produkts
gehören z.B. seine Absatzzahlen oder die Produkt-Eigenschaften,
die ein Warentest feststellen kann.
Für die Ermittlung der objektiven Daten
gibt es erprobte Methoden und Instrumentarien,
die gesicherte Ergebnisse liefern können.

Zu den subjektiven Daten eines Produkts
gehört das „Bild“ desProdukts
mit allen Vorurteilen und Gefühlen,
die es in den Köpfen der Zielgruppe/Kunden erzeugt,
und dieses subjektive Bild entscheidet letztlich über den Kauf

„Ich brauche objektive Daten,
um die subjektiven Erfahrungen
des Menschen besser erklären zu können.“

Das war die Forderung von Prof. Dr. med. Paul D. MacLean,
Pionier der modernen Hirnforschung und des „triune-brain-konzepts“,
die Basis des AnthroProfil® – und er fand objektive, messbare Daten
über so subjektive Vorgänge wie Instinkte, Gefühle und Emotionen.

Auf der Grundlage seines Konzepts entstand die AnthroProfil®-Analyse,
die seit mehr als vier Jahrzehnten durch objektive Daten dazu beiträgt,
die subjektiven Vorgänge im Markt –
ganz speziell auch im Bereich der digitalen Medien –
besser durchschaubarer zu machen.

Die Methode der AnthroProfil®-Analyse
baut auf anthropologisch-biologischen Grundlagen auf.

Anthropologisch-biologische Zielgruppen
erwarten für sich einen unterschiedlichen Nutzen

– Manche reagieren stark auf Signale, die ihr Stammhirn ansprechen,
  die also an das Gemüt, an Tradition und an bewährte Werte appellieren.

• Menschen dieser Zielgruppe kaufen im Grunde „Behagen“.
   Sie suchen Sicherheit und Geborgenheit.
   Mit ihrer Kaufentscheidung wollen sie sich „in guter Gesellschaft“ befinden.
   Grundlagen der Kaufentscheidung ist mehr persönliches Vertrauen
   als objektive Information.
   Freundlicher Kontakt und guter Ruf der “Marke“
   oder Referenzen von Bekannten sind oft entscheidend für den Kauf.

– Andere reagieren stark auf Signale, die das Zwischenhirn ansprechen,
  die also Dynamik, Fortschritt, Leistung und Überlegenheit ausdrücken.

• Menschen dieser Zielgruppe kaufen im Grunde „Erfolg“.
   Überlegenheit anderen gegenüber ist ein Grundanliegen dieser Zielgruppe.
   Es reizt immer das Neueste, Beste.

   Jeder Fortschritt bietet Anreiz wenn damit etwas Kraftvolleres bewirkt wird
   oder etwas schneller geleistet werden kann.

   Grundlage der Kaufentscheidung ist ganz besonders das „Produkt-Erlebnis“.
   Der erste Kontakt weckt oft spontanes Interesse und starken Besitzwunsch;
   Geltungswünsche wirken mit. 
   Impuls-Käufe spielen eine große Rolle, die Kundentreue ist gering.

– Andere Menschen reagieren stark auf Signale, die das Großhirn ansprechen,
  die Vernunft, Voraussicht, Ruhe, Ordnung und System signalisieren.

• Menschen dieser Zielgruppe kaufen im Grunde „Perfektion“.
   Kaufwunsch und Kaufentscheidung müssen rational begründbar sein,
   wie es dem Großhirn angemessen ist. Man sucht das individuell Passende.

   Das Vorsorge-Denken ist ausgeprägt, langfristige Konsequenzen werden bedacht.

   Grundlage der Kaufentscheidung sind hier hauptsächlich Daten und Fakten.
   Sachlich präzise Prospekt-Angaben.
   Testberichte oder Fachinformationen haben mehr Einfluss als „Referenzen“
   oder verkäuferische Geschicklichkeit.
   Kundentreue erfordert ständig Bestätigung im Vergleich mit den Wettbewerbern.

Andere Eigenarten von Zielgruppen

Die AnthroProfil®-Struktur einer Zielgruppe kennzeichnet deren Eigenart –
nicht nur im Thema einer Einzeluntersuchung sondern in ihrer gesamten „Welt“.

Jede Typologie aus anderen Untersuchungs-Ergebnissen,
jede Ausprägung eines bestimmten „Lifestyle“,
lassen sich im allgemeinen ohne Schwierigkeiten
in das Raster der AnthroProfil®-Strukturen einpassen.
So kann man vorhandene qualitative Studien
durch Projektion auf die AnthroProfil®-Strukturen
in ihrer Aussage wesentlich erweitern.

Wenn Sie die Wirkmechanismen des AnthroProfil®
einmal in einem Seminar erlernt haben,
können Sie immer wieder neue Zielgruppen erschließen.

So werden z.B. Aussagen möglich über:
– typische Hobbys und Freizeitgestaltung
– bevorzugte Urlaubsziele
– bevorzugte Geschmacksrichtungen beim Essen und Trinken
– Stil der Kleidung
– Surfverhalten im Netz
– Stil der Einrichtung
– Einstellung zu Vorsorge und Geldanlage
– Einstellung zu Gesundheit und Fitness,
um nur einige wenige Themen zu nennen,
die Hinweise für das Marketing geben können.

Verteilung der Zielgruppen in der Gesamt-Bevölkerung
und in der Medien-Landschaft


• Die Verteilung in geographischen Räumen ist unterschiedlich.
   In enger umschriebenen Landschaften 
   zeigen sich meist eindeutige Struktur-Unterschiede.

   Das Institut für angewandte Anthropologie
   hat diese Unterschiede seit Jahren ermittelt und fortgeschrieben,
   und stellt diese in einer anthropologischen „Landkarte“ zur Verfügung.

• Ein weitere Untersuchung der Strukturen
   zeigt sich auch im Zusammenhang mit der Verteilung der Geschlechter.

• In den sozialen Netzen, wie z. B. XING, Facebook, LinkedIn, Twitter, YouTube, etc.,
   lassen sich die dort zur Verfügung stehenden „Suchkriterien“ ebenso sehr „spitz“ bestimmen.
   Berufsgruppen lassen sich z. B. auch ganz eindeutig nach AnthroProfil® sondieren.

Mit dem AnthroProfil® effizienter kommunizieren oder
„Einfach anthropologisch-biologisch werben!“


Überblick:

¨ Die Signale der Werbung können die Signale der Produkte und Dienstleistungen
     nicht ohne weiteres ersetzen, sie auch nicht beliebig verändern,
     aber sie können sie verdeutlichen, akzentuieren und verstärken.
¨ Die AnthroProfil®-Struktur der Werbung ergibt sich aus vielfältigen Signalen.
     Wesentliche Signale senden dabei
     o Form und Inhalt von Texten
     o Form und Inhalt von Bildern

¨ Besonders starke Signale senden Personen in der Werbung.
     Sie lenken die Aufmerksamkeit auf sich und laden die Botschaft emotional auf.

¨ Die AnthroProfil®-Struktur der Medien geht ebenfalls in das Signal-Bild ein.
     Die andersartige Signal-Struktur der neuen elektronischen, digitalen Medien
     muss dabei besonders berücksichtigt werden.

¨ Die Stimmigkeits-Analyse prüft, ob die AnthroProfil®-Struktur der Werbung
     das Gesamt-Bild des Produkts verstärkt und verdeutlicht, 
     oder im Gegensatz zu ihm steht.

Signale des Textes: Form

Der Anteil der Schrift im Werbemittel kann bei einer reinen Text-Botschaft
oder einem Akquisitions-/Werbebrief 100% ausmachen,
bei einer Bild-Anzeige vielleicht 0%.
Der Schrift-Anteil muss geprüft werden, denn er beeinflusst das AnthroProfil®.

Weiter muss der Anteil der Headlines und kurzen Slogans untersucht werden,
da diese über Gefühle und Emotionen auch die älteren Hirnteile ansprechen,
während bei längeren Fließtexten die Ansprache an das Großhirn im Vordergrund steht.

Dabei wird auch die Typographie geprüft und das Layout berücksichtigt,
denn beides bestimmt die Gesamtwirkung und beeinflusst auch die Lesbarkeit.

Signale des Textes: Inhalt

Die Analyse der Textinhalte erfolgt zunächst ebenfalls rein formal.
Für das Verstehen von Texten und deren Speicherung im Gedächtnis
gibt das Gehirn der Form Vorrang vor dem Inhalt.

So ergeben sich aus Kriterien wie:
– Länge der Wörter und Sätze,
– Anteil der aktiven Verben und Superlative
– Anteil der persönlichen Fürwörter
Daten für die AnthroProfil®-Struktur eines Textes 
die auch die Art der „Ansprache“ zeigen.

Wenn es um den Inhalt selbst geht, werden nicht Einzelheiten analysiert,
sondern mehr die Art der Aussage:
– informiert der Text sa hlich,
– erzählt er eine Geschichte,
– fordert er zum Handeln auf?
Aus derartigen Feststellungen 
lässt sich seine AnthroProfil®-Struktur ermitteln.

Signale des Bildes: Form und Farbe

Auch im Bild-Teil der Werbung wird stets zuerst die Form untersucht,
weil auch hier die Spielregeln des Gehirns die Wirkung bestimmen.

Unabhängig vom Inhalt eines Bildes werden von der Form der Darstellung
schon erste Signale gesetzt, die das Gesamtbild im Gehirn
entscheidend mit beeinflussen.

Das gleiche Motiv hat z. B. als Farbfoto die stärkste „Natürlichkeit“
und spricht deshalb das Stammhirn am unmittelbarsten an.
Als Cartoon-artige Strichzeichnung erfordert es weit mehr Interpretation,
die das Großhirn zu leisten hat, während es als kontrastreiche Kollage
Zwischenhirn-Reaktionen herausfordert.

Selbstverständlich ist auch die Farbe ein Träger von wichtigen Signalen.
Die AnthroProfil®-Strukturen der Farbtöne, der Sättigungsgrade,
der Helligkeit und der Farbkontraste von Bildern,
können daher präzise festgelegt werden.

Signale des Bildes: Inhalt

Die AnthroProfil®-Strukturen von Bildinhalten objektiv bestimmen zu können,
erscheint bei der unendlichen Zahl möglicher Inhalte schwer vorstellbar.

Aus Wahrnehmungs-Untersuchungen, unter anderem mit dem Blickmessgerät,
konnte auch die typische Reihenfolge der Blick-Abtastung von Bildinhalten
und die Gewichtung der Einzel-Elemente im Bild-Aufbau ermittelt werden.

Durch strukturierte Frage-Techniken und durch Analyse der Bild-Elemente 
kann die AnthroProfil®-Struktur von Bildern trotz der Vielfältigkeit der Signale
bei relativ geringem Untersuchungs-Aufwand 
zu Aussagen über die Wirkung kommen, 
die den üblichen „Pre-Tests“ überlegen sind.

Personen in der Werbung

Personen werden in der Werbung, ob in Text-Inhalten oder Video-Spots,
immer besonders stark beachtet. Versuche mit der Blick-Kamera zeigen,
dass der Blick immer zuerst das Gesicht von Personen abtastet
und dann erst die Umgebung beachtet.
Mehr als 90 % der Aufmerksamkeit wird von Personen absorbiert,
nur der Rest bleibt für das Produkt.

Es ist also wichtig, dass die gezeigten Personen „stimmen“, 
d. h. bei der Zielgruppe Sympathie-Signale im Kopf auslösen.

Schon beim „Casting“ kann das AnthroProfil® der Personen ermittelt werden,
um die Stimmigkeit ihrer AnthroProfil®-Strukturen zum Produkt 
und zur Zielgruppe prüfen und so die „richtigen“ Personen auswählen.

Die AnthroProfil®-Struktur der klassischen 
und der elektronischen Medien
 

Völlig andere Gesetze als für Print-Medien gelten für die elektronische Medien.
Wenn man die unterschiedliche Hirnprozesse  bei der Aufnahme 
der Information betrachtet, ist das Wort von Marshall MacLuhan:
„The Medium is the Message“ mehr als nur ein bloßes Schlagwort.

Das große Interesse an den neuen digitalen Medien hat auch die Forschung intensiviert, 
so dass wissenschaftliche Untersuchungen immer neue Zusammenhänge aufdecken.
So kann die AnthroProfil®-Struktur-Analyse auch hier auf neuesten Ergebnissen
der Hirnforschung und der Wahrnehmungs-Physiologie aufbauen.

Ton und Bewegung

Zu Text und Bild tritt der Ton hinzu, der als emotionales Signal-Element
das Zwischenhirn der Zielgruppen-Personen beeinflusst.
Gleiche Texte, von unterschiedlichen Sprechern gelesen,
werden vom Hörer unterschiedlich interpretiert.

Fourier-Analysen des Klangbildes ergeben Hinweise auf die Hirn-Ansprache.
Auf der Grundlage solcher Untersuchungen kann man 
mit der AnthroProfil®-Struktur-Analyse
die Signalwirkung von Stimmen beurteilen und geeignete Sprecher auswählen.

Auch die „Hintergrund-Musik“, mit denen z. B. Spots unterlegt werden,
gibt durch Rhythmus und Instrumentierung zusätzliche Signale,
die man prüfen muss, da sie emotionale Akzente setzten.

Bei Film/Video kommen noch weitere Signal-Elemente hinzu:
Die Bewegung, der Ablauf, die „Handlung“.
„Indikatoren“ der AnthroProfil®-Struktur-Analyse für unterschiedliche
Verhaltensweisen ermöglichen auch hier die Analyse.
Die Stimmigkeit der Kommunikations-Signale

Keine Werbung kann für sich allein in ihrem „Wert“ beurteilt werden.
Sie ist ja immer nur ein Element in dem Signal-Mix des Angebots.

Erst die Stimmigkeits-Analyse gibt hier Aufschluss darüber,
was die Werbung dann tatsächlich zum „Bild“ des Produkts beiträgt.
Dazu muss man die Stimmigkeit der Signale der Werbung
mit den Signalen des Produkts prüfen.
Nur so kann man beim Kunden Erwartungen wecken,
die vom Produkt erfüllt werden können.

Die AnthroProfil®-Analyse von Entwürfen

Ein Vorteil der AnthroProfil®-Analyse bei der Beurteilung einer Werbe-Botschaft
liegt in der Möglichkeit, bereits Ideen und Entwürfe zu prüfen.

Alle Erfahrungen mit den üblichen Mitteln der Werbe-Beurteilung in Pre-Tests
nach so fragwürdigen Kriterien wie „Impact“ und „Recall“
setzen immer das fertige Produkt voraus.
Man kann von Beurteilern nicht verlangen, dass sie sich das Produkt nur „vorstellen“.

Die AnthroProfil®-Struktur-Analyse dagegen kann schon im Stadium des Entwurfs,
eines Scribbles für eine Anzeige oder eines Story-Board für einen Spot,
die einzelnen Elemente des Entwurfs auf ihre Ansprache der Gehirne
und damit auf ihre „Stimmigkeit“ zum Produkt oder zur Zielgruppe prüfen.

Die Prüfung mit der AnthroProfil®-Struktur-Analyse
kann zwar nicht mit völliger Sicherheit 
den Erfolg einer Werbung vorhersagen.
Sie kann aber Signal-Unstimmigkeiten,
die den Erfolg gefährden müssen,
mit großer Sicherheit vorher erkennen
und so mit relativ geringem Aufwand
die Produktion optimal anlegen
und kostspielige Flops verhindern.

Rudolf Vogl, Beratender Anthropologe, Coach & Trainer. 
Inhaber des Instituts für angewandte Anthropologie.

Trainings-Praxis: 20 Jahre engste Zusammenarbeit mit Rolf W. Schirm († 1997). 
Als dessen „Schüler“ und geistiger Erbe entwickelte er die eigene Marke „AnthroProfil®, 
um die Studienergebnisse anschaulich darzustellen. 
Seit über 40 Jahren wendet er sie in einer Vielzahl von Feldern an 
– so etwa im Marketing, im Vertrieb –  wie Zielgruppen ticken . . .  
 Sein Motto: Erfolg durch Stimmigkeit aller Komponenten – 
neurowissenschaftlich abgesichert.
Kommunikation für Menschen, Marken, Märkte.
Webseite: http://www.anthroprofil.de/

Neurowissenschaft und Webdesign – Kunden effektiv ansprechen

Von Rudolf Vogl

Manche Menschen sind mit ihrem Online-Marketing total erfolgreich – andere nicht oder nur wenig. Sogar, wenn es sich dabei um eine Nische handelt und ganz ähnliche Tools genutzt werden! Wie kommt das und was ist das Geheimnis?

Wer sich seit längerer Zeit mit den Themen Website- und Anzeigen-Gestaltung, Wunschzielgruppe und Kundenansprache beschäftigt hat, wird festgestellt haben, dass es sehr wohl auf die Kleinigkeiten ankommt, sogar innerhalb derselben Plattform (z.B. Facebook-Ads).

Kenner postulieren ja immer wieder, wie wichtig es ist, seine Wunschkunden und deren Bedürfnisse genau zu kennen. Trotzdem fällt die zielgenaue Ansprache nicht immer leicht und wird manchmal erst mit viel Versuch und Irrtum optimiert. Ideen purzelten plötzlich auf mich ein.

Die Details sind der Schlüssel

Im Business (Konzept und technische Umsetzung für Websites, Online-Kurs-Bereiche, E-Mail-Marketing, etc.) wird schnell eines ganz deutlich: Nämlich wie deutlich sich die Favorisierung bestimmter Farben, Formen und Schrifttypen bei Auftraggebern unterscheidet.

Wo einer sagt „die Schrift ist super“, ist der nächste ganz anderer Meinung. Da werden Fächer von  vielen Schattierungen von Türkis durchsucht, für die andere muss es genau DAS Rot sein. Einer wählt total emotionale und farbige Bildmotive aus, der andere hat grau-transparente Overlays auf allen Bildern.

Weiteren konkretere Beispiele folgen später.
Was sagt das aus über die Menschen?

Die Details – wie etwa die Nutzung bestimmter Adjektive oder die Auswahl eines bestimmten Schrifttyps oder Bildmotivs – sind womöglich nicht nur Geschmäcker, in dem Glauben, unser Leistungsangebot sei entscheidend. Sondern es sind genau die Faktoren, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden können! Wir sind sehr emotionale Wesen, die Vieles unbewusst auswählen.

Splittests sind nichts anderes als das Durchtesten dieser „Kleinigkeiten“

Nicht umsonst rät Sandra – wie viele andere Online-Marketer – dazu, Ads und Landeseiten zu testen. Im Marketing-Jargon heißt das „A/B-Testing“ oder „Split-Testing“, auf Deutsch könnte man sagen: Ändere immer nur ein Detail und schau, was besser funktioniert. Es handelt sich im Grunde genommen um ein strukturiertes Versuch-und-Irrtum-Verfahren.

Wer solche Split-Tests schon gemacht hat, wird feststellen, dass es sehr wohl bei der Wahl des Bildes oder der Buttonfarbe (z.B. Lila vs. Orange) Unterschiede in der Menge der Klicks bzw. beim Erfolg der Kampagne gibt (wie die Marketer sagen: „in der Conversion-Rate“).

Meine Erfahrung ist: Die erfolgreichen Online-Business-Betreiber sind genau diejenigen, die es schaffen, ihre Conversion – die letztendlich auf optimaler Zielgruppenansprache beruht – in wirklich jedem Schritt ihrer Prozesskette zu optimieren. Das beginnt bei den Anzeigen, geht weiter mit der Landeseite, der Webseite, dem eigenen Blog und den Inhalten der Webinare bis hin zu einzelnen Wortlauten im Formulieren der jeweiligen Benefits.

In jedem Schritt kommt es auf passgenaue Überschriften, Wortauswahl, Bilder und Farben an. 
Um dauerhaft erfolgreich zu sein, muss die Leistung dahinter natürlich stimmen. Jedoch wird oft eine tolle Leistung uneffektiv vermarktet.
Muss man das wirklich mit „Versuch-und-Irrtum“ rausfinden?

Gibt’s da nicht was Besseres?

Oft lautet der Rat: Interviewe deine Zielgruppe bzw. guten Kunden, was sie als Nutzen an deiner Leistung empfanden und benutze deren Wortlaut. Der Wortlaut ist so viel entscheidender, als man glauben mag.

Immer wieder wird man aufgefordert, seine Zielgruppe genau zu kennen und zu beschreiben. Bis in die Hobbies und Vorlieben hinein. UND DANN? Wie finde ich jetzt genau die, die ich haben will? Die diversen Aspekte kommen in der Targetierung auf Facebook so ja gar nicht vor. Klar, man kann seine Blog-Artikel möglichst im Gedanken an die Zielgruppe verfassen.

Aber den neuen Blog kennt erstmal keiner, liest keiner – und die Werbeanzeige ist möglicherweise nicht effektiv, nur teuer. Pustekuchen. Die Formulierung von Werbeanzeigen ist nach wie vor schwierig. Was macht man denn falsch, wenn sie nicht läuft? Gibt es da keinen Fingerzeig?

Und das andere, was beunruhigt, war die erwähnte wirklich auffällige Diskrepanz in der Farb- und Schriftwahl. In Unterhaltungen mit Kunden, kann man ein „Gefühl“ für deren Vorlieben entwickeln. Es ist wirklich wichtig, stimmige Webseiten zu entwickeln, und dort den ganzen Ehrgeiz hinein zu legen..

Weil aber die Meinungen und Geschmäcker so auseinander gehen, ist unser Urteil über die Webseite kein Garant dafür, dass es der jeweiligen Zielgruppe ebenso gefällt!

Wir selbst sind nicht unbedingt das Maß der Dinge…

„Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler“, sagte schon der Erfolgsautor Dale Carnegie. Wir gehen bei einer gestalterischen Beurteilung meist von uns selbst aus. Das ist weniger kritisch, wenn unsere Zielgruppe uns selbst stark ähnelt. Dann kann unser eigener Geschmack in gewisser Weise ein Maßstab sein.

Es wird jedoch ein Problem, wenn der Marketing-Berater oder Web-Designer den Geschmack des Kunden, oder deren Zielgruppe nicht versteht und seinen eigenen „aufzwingt“ (in bester Absicht…). Oder dieser Kunde eine von sich selbst abweichende Zielgruppe hat und von sich ausgeht.

Nein, die eckige Schrift in Großbuchstaben, die uns so wahnsinnig stimmig und strukturiert erscheint, ist möglicherweise nicht die Richtige! Wirkt ein graues Overlay auf sämtlichen Bildern der Blog-Übersicht wirklich auf alle so ansprechend aufgeräumt-einheitlich?

Hier sollten wir es schon genauer wissen, schließlich geht es um den Erfolg der Kunden.

Es gibt Antworten aus der Wissenschaft

Rudolf Vogl, seines Zeichens Beratender Anthropologe, ist seit einigen Jahren auch in unserem Metier aktiv. Die Anthropologie ist, ganz allgemein, die Wissenschaft vom Menschen.

Rudolf Vogl betreibt angewandte Anthropologie, besitzt ein eigenes Institut, erstellt gerade seine eigenen Online-Kurse (in seiner Akademie mit Fernkolleg) und ist als beratender Anthropologe in einer Vielzahl von Feldern tätig.

Eine kurze Vorstellung…

Er beschäftigt sich damit, welcher Lerntyp man ist und wie man daher am besten Wissen aufnimmt, wie man wohnt, mit Finanzen umgeht, wie menschliche Kommunikation effektiv funktioniert, bis hin zu den Themen Medien, Marketing und Verkaufstraining (Genau das ist für uns interessant).

Zu seinen Kunden gehörten große Konzerne (VW, Die Bahn, Deutsche Post, Becks Bier, Berlin Chemie, Opel, LBS, Weber Haus, Deutsche Bank, Nestle u.a.). Und namhafte große Marketing-Agenturen nahmen seine Beratungen bereits in Anspruch.

Er ist Gewinner des Deutschen Trainingspreises in Bronze für seine Leistungen im Opel-Konzern (verliehen vom Bund Deutscher Verkaufsförderer und Trainer e.V.). 85% aller Opel Händlerbetriebe und weit über 5.000 Mitarbeiter haben an seinem Programm teilgenommen. In Teilbereichen konnte der Umsatz um bis zu 300% (!) gesteigert werden und die Kundenzufriedenheit um bis zu 50% (manager-magazin). Ähnliche Erfolge bei verschiedenen Berufsverbänden im Führungskräfte-Training.

Das klingt jetzt ein wenig wie ein Werbetext. Rudolf Vogl selbst hält sich übrigens meist in persönlichen Gesprächen zurück. Viele Infos entdeckt man daher erst auf seiner Website . . .

Sie wollen jetzt wissen: wie funktioniert das denn?

Beispiele von „den Großen“ – Werbewirkung analysiert

Machen wir es konkret, schauen uns Beispiele aus dieser Arbeit an und was wir davon lernen können. Kennen Sie noch diese Werbung von der LBS, wo das Mädchen sagt: „Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden“?

Die Kampagne war in der Hinsicht erfolgreich, dass der Film ganz lustig war und z.B. auf YouTube viele Klicks erhielt. Aber konnte er die Zielgruppe gut erreichen?
So sieht Vogls Analyse der zugehörigen Print-Anzeige aus (mehr zu den Farben gleich):

Vogls Marke – AnthroProfil®, zusammengesetzt aus „Anthropologie“ und „Profil“ – beschreibt, was er tut. Profil bedeutet hier „stark ausgeprägter Charakter, persönliche Eigenart“.

Er kann die Menschen wie auch Texte, Bilder, Anzeigen, u.s.w. an bestimmten Positionen in einem dreifarbigen „Reulaux-Dreieck“ einordnen, je nachdem, ob sie entweder eher instinktive, emotionale oder rationale Schwerpunkte haben.

Diese drei Schwerpunkte werden mit verschiedenen Farben – rot, blau und grün – anschaulich dargestellt (nicht zu verwechseln mit anderen „Farb-Modellen“ , die meist mehr psychologisch ausgerichtet, anders aufgebaut und nicht so stabil sind!).

Rot deutet auf das Zwischenhirn hin, mit Eigenschaften wie: emotional, zeigt sofortige Reaktionen, energisch, Bereitschaft zu Impulskäufen.

Blau steht für den Bereich des Großhirns, charakterisiert u.a. durch folgende Eigenarten: analytisch, kühl & distanziert, legt Wert auf Details, genau.

Grün symbolisiert den Bereich des Stammhirns mit u.a. den Eigenschaften: gefühlvoll, intuitiv, locker-leicht, mag gern kümmern und umsorgen, verspielt.

Selbstverständlich gibt es auch Mischformen. Die meisten Menschen haben etwas aus allen drei Bereichen, aber die Ausprägungen können sehr verschieden stark sein.

Der eigentliche Ort des Marktgeschehens ist das menschliche Gehirn

Unterschiedliche Menschen zeigen eine unterschiedliche Reaktionsbereitschaft dieser drei Hirnbereiche – und das ist weitestgehend angeboren und beim Erwachsenen stabil. Jede Kommunikation (Webseite, Werbung, Anzeigen, Slogans…) ist dann optimal, wenn sie mit der Reaktions-Struktur der Zielperson übereinstimmt.

Anders herum gesagt: kennt man den „Typ“ Mensch seiner bevorzugten Zielgruppe, kann man mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit vorhersagen, was diesem Menschen gefällt, bzw. wie er lernt, wohnt, isst, finanziert, aber auch, welche Worte und Bildmotive ihn ansprechen, etc. Oder eben: Wie muss die Webseite und die Werbeanzeige gemacht sein, die diesen Typ wirklich anspricht!

Nur haben wir meist keine Kenntnis der Zusammenhänge und können daher nicht zielgerichtet handeln. Die großen der Branche sind da schon dahinter gekommen…


Die oben gezeigte Anzeige in ihrer Gesamtwirkung liegt zwischen der Mitte und dem grünen Extrem.
Um das noch genauer untersuchen zu können, werden die einzelnen Bildbestandteile (Mann, Frau, Haus) jeder für sich bewertet, wie auch der Text. Jeder „Ring“ zeigt die Ausprägung dieses Elements farblich an: 

Das Haus (innerster Ring) etwa spricht vor allem grüne und blaue Menschen an, der Text (zweiter Ring von außen) hat alle Farben etwa gleich auf, der Mann hat einen hohen Rot-Anteil, u.s.w.
Diese „Stimmigkeits-Analyse“ sieht farblich daher einigermaßen „zerfleddert“ aus und die Anzeige könnte noch deutlich spitzer positionieren, würde man alles auf eine Zielgruppe (Farbe) ausrichten.

Nun zum Erfolg des Ganzen: Bausparer sind typischerweise mehr grüne Menschen mit zweiter Komponente Blau (was als Teil des Gesamtprojektes mit analysiert wurde). Print- wie Filmanzeige versuchten, alternativ lebende Menschen mit hauptsächlich roten Anteilen zu „Spießern“ (d.h. Bausparern) zu machen. Entsprechend waren die Personen im Bild wie auch im Film gewählt. Trotz der Beliebtheit des netten Films hatte die LBS hier weniger Kundenzulauf.

Die witzig gemeinte Botschaft kommt bei echten Bausparern nicht so gut an (keiner will Spießer genannt werden), und die Roten verstehen zwar den Spaß, sind jedoch keine Kernzielgruppe. Die Konkurrenz hatte eine unscheinbarere Werbekampagne, genau für die „echten Spießer“, die freilich dort nie so genannt wurden. Und obwohl deren virale Wirkung kleiner war, war die Ansprache genauer und besser. Tja – Verbreitung ist nicht alles!

Die „Magie“ von Texten

Die Wirkung im Gehirn der Zielperson allein entscheidet also über Erfolg und Nicht-Erfolg. Auch eine weit gestreute Verbreitung kann nicht helfen, wenn die Anzeige, das Produkt und der Rezipient nicht zusammen passen. In diesem ungünstigen Fall versagt die Werbung, sogar wenn das Produkt eigentlich zur Zielperson gepasst hätte.

Rudolf Vogl zeigt noch ein zweites hoch interessantes Beispiel – dabei ging es rein um Texte, deren Formulierung und die passgenaue Ansprache. Und zwar hatte sich ein Autohaus, spezialisiert auf Volvo, die Mühe gemacht, zu jedem Kunden dessen „Farbe“ (=Typ) zu ermitteln (sämtliche Kundenkontakte, z.B. in der Werkstatt, wurden dafür genutzt). Für den Sommer wollte man einen Urlaubs-Check fürs Auto vermarkten.

Statt wie bisher nur einen Standard-Brief zu versenden, wurden 3 komplett unterschiedliche Texte entworfen (übrigens hatte die bisherige Marketing-Agentur hierbei erstmal Bedenken):

Der Text für die Blauen hatte 23 Zeilen, begann mit „Sicher in den Urlaub“, sprach von den Strapazen einer längeren Urlaubsreise, gründlicher Durchsicht, Betriebs- und Verkehrssicherheit, einem Prüfprogramm – und listete volle 14 Einzelpunkte auf (von der Beleuchtungseinrichtung bis zur Stoßdämpfer-Sichtprüfung). „Nach diesem Check ist Ihr Volvo mit Sicherheit für die Urlaubsfahrt gerüstet (…) Mit freundlichen Grüßen, Autohaus XY GmbH“.

Der Text für die Grünen hatte 21 Zeilen, begann mit „Bald haben wir Sommer“, sprach von der höher steigenden Sonne, den ersten warmen Tagen, dem ersehnten Sommer. Von Freizeit, Freunden, Geselligkeit und der Vorfreude auf den Urlaub. Seine Haut würde man vor der Sonne schützen, ebenso bräuchte der Volvo nun Schutz und Pflege. Angeboten wurden mit nur drei Stichpunkten die Fahrzeugpflege, der Urlaubscheck und viele interessante Sommerangebote. „Damit Sie sicher Ihre Fahrfreuden genießen können (…) Wir sind für Sie und Ihren Volvo da. Garantiert. Ihr“ …und hier folgte der persönliche Name des Autohaus-Betreibers.

Der Text für die Roten hatte gerade mal 14 Zeilen, begann mit „Die Urlaubszeit steht vor der Tür“, sprach von „jetzt wird’s Zeit!“, man solle den Volvo urlaubsfit machen, „denn bald wollen Sie starten“. Darauf sei man vorbereitet und es folgten 3 Stichpunkte für das Angebot: der Urlaubscheck, exklusive Zubehör-Hits und: sofortige Bedienung ohne Wartezeiten. „Fahren Sie einfach bei uns vor. Ihr professioneller Volvo Händler, Autohaus XY GmbH“.

Der Rücklauf war enorm: 60% (!) mehr Kunden für den Check aufgrund dieser Maßnahme!

Was im Vergleich fast lustig wirkt, funktioniert tatsächlich. Worte sind wie Schlüsselreize… passt der Schlüssel ins Schloss, beißt der Kunde an.
Das Beispiel zeigt auch, dass man sehr wohl ein Produkt an verschiedene Zielgruppen vermarkten kann, wenn man die Mühe auf sich nehmen will (und mit allen arbeiten kann und möchte). Aber man muss bereit sein, jede davon kennen und verstehen zu lernen. Übrigens diente das vorgeschaltete Verkaufstraining der Autohaus-Mitarbeiter mit dazu bei, dass die Kunden auch im persönlichen Gespräch ganz individuell und stimmig angesprochen werden konnten.

Sie wollen jetzt sicher auch noch wissen: „Geht das, was Sie da machen, nicht auch für Webseiten und Online-Werbeanzeigen?“ „Na klar“, ist die Antwort. Ist Ihr Interesse jetzt geweckt?

Machen Sie den „Selbst-Test“, jetzt und hier

Nur was für „die Großen“? Wie ticken eigentlich Sie – und wie Ihre Wunsch-Zielgruppe?

Es folgen hier einige konkrete Beispiele, die mehr zum Web-Umfeld passen. Urteilen Sie selbst, was Ihnen am besten gefällt, und ob Sie einen „Typ“ bei sich erkennen. Es folgen ein paar Schriften und Bildmotive, die Sie mehr oder weniger ansprechend finden werden:

 Quelle: fonts.google.com (alle 4)

Verschiedene Schriften wirken verschieden auf uns und auf jeden anders. Großbuchstaben bitte nicht im ganzen Text wg. der allgemeinen Lesbarkeit. Freilich ist es wichtig, wo der jeweilige Text vorkommt (Fließtext, Überschriften, im Logo, Web oder Print, etc.).

Nehmen wir noch ein Bildbeispiel. Die „berühmte“ Kaffee-Tasse wird gern als Motiv bei Werbeanzeigen und Blog-Bildern verwendet. Aber Tasse ist eben nicht gleich Tasse:

Bildquellen: Pixabay

Können Sie Präferenzen bei sich erkennen? Was gefällt Ihnen wirklich gut, was gar nicht? Frage Sie auch Familienmitglieder und Bekannte zum Vergleich!

Jetzt noch ein paar Häuser – welcher Wohntyp Sind Sie?

Bildquellen: Pixabay

Diese Häuser entsprechen am ehesten von links nach rechts: grün, rot, blau.
Übrigens: natürlich können Sie bei den Tassen rot sein und beim Haus blau. Wir sind komplexe Wesen und in uns schlummert auch der Mix, oder – wir gehen Kompromisse ein – z.B. bei Partnern.

„Sag mir, wer deine Zielgruppe ist, und ich sag dir, was ihr gefällt…?“

Wenn Sie Ihr Wunschkunden-Profil in Rudolf Vogls Institut geprüft haben, wissen Sie jetzt, welche „Farben“ im Anthroprofil® Ihren Wunschkunden entsprechen. Und jetzt?

Sie können Ihre Website wie auch alle Ihre anderen Werbeanzeigen nun optisch und verbal ganz konkret verbessern! Sie können mit dem Institut, bzw. Herrn Vogl beurteilen, welches Bildmotiv passt, welche Adjektive, welche Schriftart, welche Formulierungen. Wenn das nichts ist…

Welche wissenschaftliche Grundlage gibt es hierfür?

Aus jahrzehntelanger Forschung wissen die Anthropologen eine Menge, was die Menschen ausmacht und was ihnen gefällt. Diese „Wissensbasis“ (Vogls „AnthroProfil®-Expertensystem“) musste aus der Befragung vieler einzelner Individuen erst erstellt werden. Einerseits braucht es trennscharfe Kriterien für die Einordnung, andererseits eine Menge Forschungsdaten, was welcher Zielgruppe entspricht.

In der Wissensbasis stecken all die verfügbaren Ergebnisse über die Hirnvorgänge, die das Verhalten von Menschen im Markt (somit auch im Internet) beeinflussen. Ausgangspunkt war das „Triune Brain“ Konzept des amerikanischen Hirnforschers Prof. Dr. med. Paul D. MacLean. Dem folgten Praxisstudien des deutschen Anthropologen Rolf W. Schirm, dessen Lehre Rudolf Vogl eigenständig erweitert hat. Seit nunmehr über 40 Jahren bringt er die Erkenntnisse zur Anwendung und verfeinert sie laufend. 

Noch ein letztes Beispiel – eine Analyse von Facebook-Ads:

Nr. 1 von der Deutschen Bahn ist für eine grüne Zielgruppe geeignet, im Text kommen „vernünftige“ Argumente für Blau vor. Für Rote fehlt die Dynamik. Bahnfahrer sind oft mehr blaue Menschen – könnte ganz gut passen.

Nr. 2 von Adidas liegt (s. Position im Dreieck) extrem weit weg von Rot, obwohl adidas eine rote Marke ist. Daher ist die Werbeanzeige nicht wirklich optimal. Die Marke könnte es dennoch stärken (und Tradition spricht Grün an). Aber ein Schuh mit darin steckendem Fuß oder einem aktiven Läufer wäre die Empfehlung gewesen, um zur Zielgruppe zu passen (Rot mag Aktion).

Nr. 3, die Smoothies von innocent, liegen mit dieser Präsentation fast genau in der Mitte aller Zielgruppen und sprechen niemand direkt an. Die Anzeige war wohl aufgrund der witzigen Häkelmützen ein Erfolg… was fehlt ist dennoch jegliche Vermittlung dessen, für was das eigentliche Produkt stehen will.

Nr. 4 Skoda bietet wenig für Blau, es fehlt an Erklärungen – aber Rot-Grüne könnte man erreichen.

Die Wahrscheinlichkeit stimmiger (Online-) Kommunikation steigt mit diesem Wissen enorm. Letztendlich wollen wir genau das: effektive Kampagnen und Online-Auftritte mit optimaler Conversion! Wir müssen die „Kleinigkeiten“ richtig verstehen und aktiv steuern lernen.

Fazit

Im Gehirn des Menschen entscheidet sich, ob die Signale eines Angebots/einer Botschaft überhaupt wahrgenommen und wie sie interpretiert und bewertet werden. Im Gehirn des Menschen wird die Kaufentscheidung getroffen. Unsere persönliche Meinung kann hier leider auch mal in die Irre führen.

Erst, wenn wir die Zusammenhänge verstehen, können wir die Kaufentscheidung zu unseren Gunsten beeinflussen. Warum sich nicht von der Wissenschaft unterstützen lassen. Falls Interesse bestünde, die eigene Zielgruppe / die eigenen Anzeigen zu analysieren. Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme J.

Rudolf Vogl, Beratender Anthropologe, Coach & Trainer. Inhaber des Instituts für angewandte Anthropologie.

Rudolf Vogl, Beratender Anthropologe

Trainings-Praxis: 20 Jahre engste Zusammenarbeit mit Rolf W. Schirm († 1997). Als dessen „Schüler“ und geistiger Erbe entwickelte er die eigene Marke „AnthroProfil®, um die Studienergebnisse anschaulich darzustellen. Seit über 40 Jahren wendet er sie in einer Vielzahl von Feldern an – so etwa im Marketing, 
im Vertrieb –  wie Zielgruppen ticken…
Sein Motto: Erfolg durch Stimmigkeit aller Komponenten – neurowissenschaftlich abgesichert.
Kommunikation für Menschen, Marken, Märkte.
Webseite: http://www.anthroprofil.de/
Auch wer seine Technik-Probleme lösen will ist genauso an der richtigen Stelle wie all jene, 
die ihren Internet-Auftritt passgenau auf ihre Zielgruppe ausrichten wollen.
Wir arbeiten mit PraktikerInnen zusammen, die mit Ihnen/für Sie
Ihre Konzepte wie auch deren Umsetzung für ihre Webseiten, Newsletter-Kampagnen, 
Online-Kurs-Bereiche und vieles mehr realisieren.
Wer will nun auch neurowissenschaftlich unterstützt.